*18. Jan. 1903 in Hamburg, †17. Okt. 1996 in London, Komponist und Dirigent. Der Sohn eines Kaufmannsehepaares besuchte in Hamburg die Schule und erhielt Klavierunterricht bei Edmund Schmid sowie Unterweisung in Harmonielehre und Kontrapunkt bei Werner Wolff. Nach einsemestrigem Kunstgeschichts- und Philosophiestudium in Hamburg, das er in Berlin zunächst noch fortsetzte, besuchte er 1922 bis 1925 die Staatliche akademische Hochschule für Musik in Berlin, um in der Meisterklasse Fr. Schrekers Komposition sowie bei Rudolf Krasselt und Julius Prüwer Dirigieren zu studieren. Im Anschluß an eine kurze Korrepetitoren-Tätigkeit in Dessau (1924) war er 1925 in Berlin als Assistent E. Kleibers an der Vorbereitung und Uraufführung von Bergs Oper Wozzeck beteiligt und gewann im gleichen Jahr mit seiner Passacaglia op. 4 für Orchester das Mendelssohn-Staatsstipendium. Die Uraufführungen der Passacaglia durch Kleiber in Berlin, einer (heute verschollenen) Ouvertüre »Komödie der Irrungen« op. 3 beim 56. Tonkünstlerfest in Chemnitz und des 1. Streichquartetts op. 8 in Berlin brachten dem jungen Goldschmidt 1926 breitere Beachtung als Komponist und Dirigent. In den nächsten Jahren erklangen seine Werke in Deutschland und anderen europäischen Ländern – so die Partita op. 9 für Orchester beim 58. Tonkünstlerfest in Schwerin und die Klaviersonate op. 10...