* 12. Juni 1952 in Glasgow, † 8. Juli 2018, Komponist und Dirigent. Knussen stammte aus einer musikalischen Familie (sein Vater Stuart war erster Kontrabassist beim London Symphony Orchestra). Mit sechs Jahren begann er zu komponieren, studierte dann Komposition bei John Lambert zwischen 1963 und 1969 und anschließend bei G. Schuller in Tanglewood und in Boston. Knussen erlangte erstmals öffentliche Aufmerksamkeit, als er mit 15 Jahren die Premiere seiner 1. Symphonie dirigierte. Parallel zu seiner Entwicklung als Komponist wurde Knussen einer der führenden Dirigenten seiner Generation. Nach seinen ersten Auftritten zwischen 1968 und 1970 dirigierte er bis 1981 nur sehr wenig. Seitdem entwickelte sich eine enge Beziehung zur Londoner Sinfonietta, deren Musikdirektor er 1998 wurde. In den 1990er Jahren wurde er zum ersten Gastdgt. des Residentie-Orkest, Den Haag, ernannt und leitete führende amerikanische Orchester. Er war künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals von 1983 bis 1998 und verantwortlich für zeitgenössische Musik im Tanglewood Music Center von 1986 bis 1993. Seine Aufführungen zeitgenössischer Musik waren bemerkenswert klar, eine bes. Beziehung zeigte sich zur Musik E. Carters, dessen Orchesterwerke er aufnahm. Ebenso bemerkenswert sind seine Stravinskij-Aufnahmen (bes. die späten Werke wie The Flood...