* um 1710 in Casalmaggiore (Cremona), † 1765 oder später, Violinist und Komponist. Serini stammte aus einer Musikerfamilie. Geburtsjahr und Geburtsort sind bisher nicht bekannt. Dem Testament seines Onkels Bartolomeo, das sich im Staatsarchiv Cremona befindet (I-CRas) und auf den 19. Februar 1720 datiert ist, lassen sich die Namen weiterer Familienmitglieder entnehmen. Im musikalischen Zusammenhang wohl am bekanntesten ist Giuseppe Serini (um 1645–nach 1685), der Bruder des Großvaters, der in Wien tätig war, aber ebenfalls aus Cremona stammte. Von ihm sind mehrere Kompositionen bekannt, darunter das Oratorium Il genio deluso (1680) und die Serenata Il concerto degli Dei e delle Muse, die anlässlich der Hochzeit des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel (1662–1726) 1685 entstand. Der Großvater Giovanni Battista (†vor 1720) war zu der Zeit, als das Testament aufgesetzt wurde, bereits verstorben. Der Sohn des Giovanni Battista sen., Pietro Paolo Serini (um 1688–nach 1709) (der Vater von Giovanni Battista), wird im Testament als in Venedig ansässig erwähnt (»degenti in civitate Venetia«). Tatsächlich lebte Pietro Paolo, ein Geiger, dort bereits seit 1714; er hatte sich damals erfolglos um eine Anstellung in der cappella musicale von S....