* 10. Febr. 1927 in Laurel/Miss., Sängerin. Ein Stipendium ermöglichte Leontyne Price ein Gesangsstudium bei Florence Ward Kimball an der Juilliard School in New York. 1952 engagierte sie der Komponist V. Thomson für die Wiederaufnahme seiner Oper Four Saints in Three Acts am Broadway; es folgte ein Engagement in der weiblichen Titelpartie in G. Gershwins Porgy and Bess, eine Produktion, mit der sie über zwei Jahre auf Welttournee ging. Zwei TV-Opernproduktionen der NBC, Tosca (1955) und Die Zauberflöte (1956), brachten den endgültigen Durchbruch als Opernsängerin. 1958 debütierte Price als Aida in Verdis gleichnamiger Oper an der Wiener Staatsoper und am Covent Garden; 1960 folgten dann mit der Partie der Donna Anna (Mozart, Don Giovanni) die Salzburger Festspiele und – wiederum als Aida – die Mailänder Scala. Einer der größten Erfolge ihrer Karriere war 1961 ihr Debüt an der Metropolitan Opera als Leonora in Verdis Il trovatore. Leontyne Price war die erste farbige Primadonna in der Geschichte dieses Hauses und wurde so zur Leitfigur im Kampf für Gleichberechtigung. Am 16. Sept. 1966 eröffnete sie das neue Opernhaus im Lincoln Center mit der Titelpartie in Antony and Cleopatra...