* 22. Aug. 1900 in Vodňany, † 26. Juli 1960 in Wien, Geiger. Příhoda erhielt den ersten Unterricht von seinem Vater und setzte zehnjährig seine Studien bei dem Ševčík-Schüler Jan Marák in Prag fort. Sein Konzertdebüt fand 1913 in Prag statt. 1919 folgte eine erste Auslandstournee nach Jugoslawien, Italien und in die Schweiz, der sich Auftritte in Süd- und Nordamerika (1921), Europa und Afrika anschlossen. Zwischen 1936 und 1938 und zwischen 1941 und 1943 lehrte Příhoda am Salzburger Mozarteum, 1944 an der Münchner Akademie. Während des Zweiten Weltkrieges konzertierte er darüber hinaus immer wieder in Deutschland, weshalb ihn die tschechischen Behörden zunächst mit einer Geldbuße, später sogar mit Auftrittsverbot belegten. Příhoda übersiedelte für kurze Zeit nach Rapallo. 1949 nahm er die regelmäßige Konzerttätigkeit wieder auf, ein Jahr später erhielt er eine Professur in Wien. Zunächst wohnte er in St. Gilgen, später und bis zu seinem Tod in Wien. Nach einem Armbruch 1954 schränkte er seine Konzerttätigkeit ein, 1956 kehrte er für ein Konzert nach Prag zurück. Příhoda musizierte auf der Stradivari Camposelice von 1710, die mittlerweile von J. Suk gespielt wird.