*17. Juni 1771 (nicht 1772) in Oederan (Sachsen), †10. Febr. 1837 in Bautzen, Komponist. Seinen ersten musikalischen Unterricht erhielt August Bergt von seinem Vater, dem Oederaner Stadtmusikus Johann Christian Bergt, der ihn als Gesellen und Lehrling auf mehreren Instrumenten (V., Va., Vc. und Hr.) ausbildete. Nach der Genesung von einer schweren Nervenkrankheit, die ihn im Kindesalter ereilt hatte, begann Bergt mit großem Interesse Latein und Griechisch zu lernen. Seine Fortschritte waren so beachtlich, daß er 1785 auf die Dresdner Kreuzschule kam, wo er in der von Chr. E. Weinlig geleiteten Schulkantorei mitwirkte. Daneben übte sich Bergt im Klavier- und Orgelspiel. In jeder Hinsicht musikalisch orientiert, nahm er am regen Musikleben Dresdens teil und erlebte dort u. a. Joh. G. Naumann. Am 3. Aug. 1786 legte er zusammen mit seinem Bruder Friedrich die Gesellenprüfung bei seinem Vater in Oederan ab. Fünf Jahre später – am 25. Mai 1791 – verließ er die Kreuzschule mit einem hervorragenden Zeugnis und nahm sein Studium der Theologie an der Univ. Leipzig auf. Hier lernte er u. a. Joh. G. Schicht kennen, der einige von Bergts Werken später in Leipzig zur Aufführung brachte. Am 28. Jan. 1795 verließ er die Univ. und legte am 2. Okt. 1795...