*29. April 1934 in Weimar, Dirigent und Musikschriftsteller. Gülke stammt aus einer alten, auf Goethes Schwager Christian August Vulpius zurückgehenden Weimarer Familie. Er studierte zunächst an der Musikhochschule Weimar Cello, danach an den Univ. Jena und Leipzig Mw., Germanistik, Romanistik und Philosophie. Von 1957 bis 1959 war er Mitarbeiter H. Besselers, bei dem er 1958 promoviert wurde. Er schlug jedoch keine Universitäts-, sondern die Dirigentenlaufbahn ein. Nach Anfängerjahren in Rudolstadt (1959–1964) wirkte er als Musikalischer Oberleiter der Theater in Stendal (1964–1966), Potsdam (1966–1969) und Stralsund (1972–1976), danach als Kpm. an der Staatsoper Dresden (1976–1981), zuletzt als Generalmusikdirektor am Deutschen Nationaltheater Weimar (1981–1983). Gastspielreisen führten ihn nach Ungarn, Polen, Jugoslawien, Rumänien, Österreich (Wien), Japan, in die USA, die Schweiz und in die Bundesrepublik (Frankfurt a.M., Hamburg, München, Schwetzingen). 1983 kehrte er von einem Gastengagement nicht mehr in die DDR zurück und übersiedelte in die Bundesrepublik. 1984 habilitierte er sich an der TU Berlin; 1986 bis 1996 amtierte er als Generalmusikdirektor in Wuppertal. Danach unterrichtete er als Prof. für Dirigieren an der Musikhochschule Freiburg, von 1999 bis 2002 als Prof. für Mw. an der Univ. Basel. Gülke ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der...