* 4. März 1936 in Berlin, † 13. März 2024 in Berlin, Komponist, Pianist und Liedbegleiter. Vollzog sich das erste Lebensjahrzehnt Reimanns zunehmend im Schatten des Zweiten Weltkriegs und der Zerstörung Berlins – 1943 wurde die Familie ausgebombt, 1944 stirbt der fünf Jahre ältere, einzige Bruder bei einem der zahllosen weiteren Bombenangriffe –, so erfolgte eine intensive musikalische Prägung im Berlin der Nachkriegszeit (das auch Reimanns dauerhafter Wohnsitz bleiben wird). Begünstigt wurde dies durch die Eltern, der Altistin Irmgard Reimann und des Org. und Dgt. Wolfgang Reimann, die beide zudem an der Berliner Musikhochschule im Westteil der Stadt lehrten. Der junge Reimann lernte Blockflöte und Klavier, die Sopranstimme wurde in einer Weise geschult, die ihn immerhin die Koloraturarie im Et incarnatus est aus Mozarts Missa in c KV 427 beherrschen ließ. Früh begann er, Gesangsschüler der Mutter zu begleiten, 1951 war bei der Durchführung eines ersten vollständigen Liederabends der bekannte Liedbegleiter Michael Raucheisen zugegen. Erste, bislang unveröffentlichte Kompositionen gehen bis auf das Jahr 1946 zurück. Ein besonderes Ereignis war 1949 ein fünfmonatiger Aufenthalt in Schweden.
Nach dem 1955 abgelegten Abitur wurde...