*12. Sept. 1942 in Madrid, Komponist, Musikschriftsteller und Kritiker. Tomás Marco verfügt über ein abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften (1959–1964), neben dem er sich auf weitgehend autodidaktische Weise musikalisch ausbildete. In den 1960er Jahren wirkte Marco als Komponist und Interpret (u. a. Kontrabaß) – neben Walter Marchetti, J. Hidalgo, Esther Ferrer und R. Barce – regelmäßig bei den Aktivitäten und Konzerten der avantgardistischen Gruppe Zaj mit. 1962 wurde er in den Vorstand der Juventudes musicales gewählt und nahm erstmals an den Darmstädter Ferienkursen teil, die er 1965 erneut besuchte. Von großer Bedeutung für seinen künstlerischen Werdegang waren Th. W. Adorno, dessen einziger spanischer Schüler Marco war, und K. Stockhausen, mit dem er in Köln und Darmstadt zusammenarbeitete (1967). Als Direktor des Centro para la Difusión de la Música Contemporánea (CDMC, 1985–1995) sowie des Instituto Nacional de las Artes Escénicas y de la Música (INAEM, 1996–1999) machte er jahrelang seinen Einfluß auf die spanische Kulturpolitik geltend. Seit 1993 gehört er zahlreichen spanischen Kunstakademien an, darunter die Real Academia de Bellas Artes de San Fernando. Tomás Marco genießt als Komponist internationales Prestige, und ihm wurden zahllose Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland zuteil, von denen...