* 5. Mai 1749 in Straßburg, † 17. Juli 1794 in Paris, Komponist. Als Schützling des Baron de Dietrich und zusammen mit dessen Sohn Philippe-Frédéric Dietrich studierte Edelmann Rechtswissenschaft an der Univ. Straßburg. Vermutlich im Jahr 1774 ging er nach Paris, wo er als Komponist, Cembalist und Lehrer hoch angesehen war. Die zwischen 1775 und 1786 veröffentlichten 15 Bände Klaviermusik mit Streicherbegleitung und ihre Nachdrucke in Deutschland und England zeugen von seinem Erfolg, nicht zuletzt auch seine Tätigkeit als Bearbeiter von Werken, die an der Pariser Opéra aufgeführt wurden. Zu seinen Schülern gehörten Méhul und Jean-Louis Adam, der Vater A. Adams. 1789 kehrte Edelmann nach Straßburg zurück, um eine Verwaltungsstelle am Oberrhein zu übernehmen. Er arbeitete zunächst im Einvernehmen mit Philippe-Frédéric Dietrich, der 1790 zum Bürgermeister von Straßburg gewählt worden war und in dieser Funktion Gastgeber von Claude-Joseph Rouget de Lisle war, der in der Nacht vom 25./26. April 1792 in der Stadt erstmals seine später als Marseillaise benannte und von ihm selbst vertonte Dichtung vortrug. Im selben Jahr schlossen Dietrich und Edelmann sich jedoch rivalisierenden politischen Gruppierungen an. Edelmanns Aussage trug zu Dietrichs Guillotinierung am 28. Dez. 1793 bei. Anschließend selbst des Verrats bezichtigt, wurde...