Der Instrumentenbauer Michael Mietke (* zwischen 1656 und 1671 in Berlin?, † 1719 ebd.?) ließ sich spätestens 1695 in Berlin nieder, wo er besaitete Tasteninstrumente und Harfen herstellte. Ab 1697 wird er in den Kirchenbüchern fünf Mal als für den Hof tätig erwähnt; der offizielle Hofinstrumentenmacher war Christoph Werner, dessen Nachfolger 1707 Mietke wurde. 1719 lieferte dieser auf Empfehlung von J. S. Bach ein Cembalo an den Hof in Köthen. Von Mietke sind drei Cembali erhalten. Ein signiertes (Berlin 1710) einmanualiges steht in Hudiksvall (Schweden). Zwei unsignierte, ein ein- und ein zweimanualiges, befinden sich im Schloß Charlottenburg (Berlin); das einmanualige gehörte der Königin Sophie Charlotte († 1705). Herbert Heyde (1994) vermutet, daß das zweimanualige von Werner gebaut wurde; es gibt aber keine Hinweise, daß dieser als Cembalobauer tätig gewesen wäre. Ein Cembalo mit 16’, das 1778 in Berlin zum Wiederverkauf angeboten wurde, könnte von einem der Söhne Mietkes stammen. Seine Söhne Michael und Georg(e) sowie dessen Sohn Georg Friedrich waren ebenfalls als Instrumentenbauer tätig.Michael Mietke (get. 5. März 1702 in Berlin, † zwischen April und Aug. 1754 in Königsberg) wurde 1728 in Königsberg Hofinstrumentenmacher für besaitete Tasteninstrumente. Georg(e) Mietke (get. 5. März 1702 in Berlin, † zwischen April...