*19. Juli 1742 in La Côte-Saint-André (Isère), †2. Febr. 1822 in Paris, Komponist und Violinist. Jean-Baptiste Davaux wuchs in einer für eine kulturelle und musikalische Ausbildung günstigen Umgebung auf. Die Familie Davaux gehörte der ›bourgeoisie côtoise‹ an: Der Vater, »Gaspard Davau Conseiller du Roy et receveur du grenier à sel de la Côte«, hatte eine zahlreiche Familie zu ernähren (15 Kinder, von denen zwei noch sehr jung verstarben). Gleichwohl ließ er ihnen eine solide Erziehung und eine sorgfältige Ausbildung zukommen, in der der Musik – Jean-Baptiste erhielt Violinunterricht – eine große Bedeutung beigemessen wurde. Die Mutter Louise Alibert entstammte einer sehr angesehenen Familie; Balthazard, einer ihrer Brüder, war Advokat im Pariser Parlament. Jean-Baptistes um zwei Jahre älterer Bruder Guillaume lehrte nach seiner Ordinierung zum Priester als Prof. am Großen Seminar von Grenoble und war seit etwa 1780 Erzieher der Enfants de France.
1767 ließ sich Davaux in Paris nieder. Dort besuchte er die zu jener Zeit beliebten aristokratischen und fürstlichen Salons, wo er Joh. P. Aeg. Martin (Martini), M. P. G. de Chabanon, J. B. de Saint-Georges und B. G. E. de Laville, Comte de Lacépède kennenlernte. Ein Jahr später veröffentlichte er seine...