* 6. Dezember 1930 in Kitzingen (Main), † 28. Mai 2018, Dirigent, Cembalist und Organist. Als Pfarrerssohn in Lindau aufgewachsen, wurde Hanns-Martin Schneidt 1941 Leipziger Thomaner unter G. Ramin, studierte von 1949 bis 1955 an der Musikhochschule München u. a. Orgel bei Friedrich Högner, Klavier bei Maria Landes-Hindemith, Dirigieren bei Kurt Eichhorn und Heinrich Knappe sowie Komposition bei Karl Höller. Seit 1949 als Kantor und Org. an der Münchner Erlöserkirche tätig, wechselte er 1955 als Dir. an die Berliner Kirchenmusikschule, übernahm die Leitung der Spandauer Kantorei und gründete an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Bach-Collegium und Bach-Chor, mit denen er 14tägig Kantaten des Thomaskantors aufführte. Zwischenzeitlich als Gastdgt. außerhalb Berlins bekannt geworden, wurde Schneidt 1963 zum GMD des Städtischen Orchesters Wuppertal (seit 1976 Sinfonieorch. Wuppertal) berufen (bis 1986). Schneidt übernahm den Chor der Konzertges. und stand seit 1975 neben einer 1971 bis 1979 wahrgenommenen Professur für Dirigieren an der Musikhochschule Hamburg auch den Wuppertaler Bühnen als musikalischer Leiter vor. Er wirkte als Gastdgt. aller deutscher Rundfunkorchester sowie besonders häufig bei den Regensburger Domspatzen und beim Bach-Fest Ansbach. Nach K. Richters Tod 1985 übernahm Schneidt die...