*13. Juli 1608 in Graz, †2. April 1657 in Wien, römisch-deutscher Kaiser, österreichischer Herrscher, Komponist und Musikmäzen. Er wuchs in Graz und nach der Kaiserkrönung seines Vater, Ferdinands II., in Wien an einem Hof mit hohem musikalisch-künstlerischen Niveau auf. Schon unter Ferdinand II., der seine Grazer Hofmusikkapelle nach Wien mitnahm und die seines Vorgängers Matthias entließ, hatte die Hofmusik zum neuen, von Italien dominierten Stil des Barock gewechselt. Ferdinand III. und seine für die Musikgeschichte Mitteleuropas ebenfalls nicht unbedeutenden Geschwister Leopold Wilhelm, Cäcilia Renata und Maria Anna wurden von G. Valentini (Org. und ab 1630 Hofkpm.) unterrichtet – und auch dem Herrscher Ferdinand galt Valentinis Urteil als verbindlich. 1636 wurde Ferdinand zum Römischen König gekrönt, 1637 Römisch-deutscher Kaiser. Als Römischer König erhielt Ferdinand eine eigene Musikkapelle mit P. Verdina als Kapellmeister. Obwohl zum größten Teil aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges stammend, ist die Korrespondenz zwischen Ferdinand III. und Erzherzog Leopold Wilhelm voll von Berichten über neueste Kompositionen und Dichtungen (Ausschnitte aus der Korrespondenz bei Th. Antonicek, Musik und italienische Poesie 1990).Unter Ferdinands Regierungszeit kam es auf allen Gebieten der Kunst zur Entfaltung des Barock: Für die Hofmusik bedeutete dies eine...