* 21. August 1934 in Wildeshausen (Kreis Oldenburg), † 10. Oktober 2010 in Eckernförde, Musikwissenschaftler. Reinhold Brinkmann studierte von 1955 bis 1958 Musikpädagogik und Germanistik an der Hochschule für Musik bzw. Univ. Hamburg. Nach dem Studium der Mw., Literaturwissenschaft und Philosophie an der Univ. Freiburg (1959–1967) wurde er 1967 mit einer Dissertation über Arnold Schönberg: Drei Klavierstücke op. 11 promoviert (Wiesbaden 1969). Er war Assistent bei Rudolf Stephan an der Freien Univ. Berlin und habilitierte sich 1971. Danach war er Prof. für Mw. in Marburg (1972–1980) und Berlin (Hochschule der Künste 1980–1985). Er war seit 1985 James Edward Ditson Prof. of Music an der Harvard University, seit 1996 zugleich Honorarprof. an der Humbold-Univ. zu Berlin. Brinkmann war Mitherausgeber des Archiv für Musikwissenschaft und der Arnold Schönberg Gesamtausgabe; er gehörte dem Beraterausschuß der Kurt Weill Edition und dem Lektorengremium des Handwörterbuch der musikalischen Terminologie an. 1998/99 gewann er den Humboldt-Forschungspreis für Geisteswissenschaftler der Alexander-von-Humbold-Stiftung. Brinkmanns Hauptarbeitsgebiete waren die Musikgeschichte des 19. und 20. Jh. sowie die Rezeptionsästhetik.