belegt 1455–1505/08, Komponist und Dichter. Im Prolog seines Livre de la deablerie behauptet Eloy d’Amerval, aus Béthune (Pas-de-Calais) zu stammen. Die ersten ihn betreffenden Dok. belegen, daß er vom 1. Mai 1455 bis zum 31. Aug. 1457 als teneur in der Kapelle des Herzogs Ludwig von Savoyen († 1465) beschäftigt war. 1464 bis 1465 findet man ihn als teneur in der Kapelle des Herzogs Charles d’Orléans († 1465) in Blois. Ein autographes Dok. vom 25 Juni 1471 stellt zum ersten Mal eine Verbindung zwischen Eloy d’Amerval mit Orléans her, einer Stadt, die für seine Karriere bestimmend gewesen zu sein scheint. Dieses Dok. belegt, daß Eloy zu diesem Datum bereits »maistre des enfans de l’eglise monseigneur sainct Aignan es fabours d’Orléans« (P. Higgins 1987, S. 265) war. Am 16. Sept. 1480 wird er, als »Eligio de Amara Valle«, »maître de la psalette« (R. Favreau 1973, S. 57; H. Jacomet 1996, S. 30) der Kollegiatkirche Saint-Hilaire-le-Grand von Poitiers, beurlaubt, um nach Tours zu gehen. Dorthin sollte er ein Buch bringen, dessen Inhalt unbekannt ist und das er selbst für die Basilika von St. Martin – wo damals Ockeghem das Amt des tresorier bekleidete – geschrieben hatte. Im...