* 2. Juli 1699 in Vils, † 2. Juli 1768 in Prag, Lauten- und Geigenmacher. Der Sohn von Sebastian Eberle und Ursula, geb. Schonger, erhielt seine Ausbildung zum Lauten- und Geigenmacher vermutlich in Vils oder im Umkreis des Instrumentenbau-Zentrums Füssen; beide Städte gehörten damals zum Territorium des Hochstifts Augsburg. Noch vor 1725 trat Eberle als Geselle bei Thomas Edlinger in Prag ein. Dort erhielt er am 20. Febr. 1726 das Bürgerrecht; in dieser Zeit ist auch die Aufnahme seines selbständigen Gewerbes anzunehmen. Am 4. Mai 1727 heiratete er Klara Theresia Jordin (1709 – 1767), die ihm im Zeitraum von 1728 bis 1757 sieben Söhne und vier Töchter gebar. Seine Werkstatt befand sich stets in der Prager Altstadt, 1728 im Haus ›zum weißen Löwen‹, ab 1731 im Haus ›u Strunarů‹ oder ›Strunarky‹, das Eberle 1736 erwarb. 1767 übersiedelte er in ein anderes Haus in der Konviktgasse Nr. 296, das bis in das frühe 20. Jh. ›u Eberlů‹ genannt wurde.Eberle produzierte eine zeittypisch breite Palette von Streichinstrumenten. Davon sind verhältnismäßig viele Violinen, Violen d’amore, Bratschen, Violen da Gamba, Violoncelli und Kontrabässe erhalten oder belegt. Ihre Datierungen reichen von 1726 bis in das Todesjahr...