* 28. Nov. 1868 in Žd’ár nad Sázavou (Saar, Mähren), † 3. Sept. 1944 in Bad Gastein (Österreich), Geiger und Komponist. Nachdem Drdla seine erste musikalische Ausbildung in seiner Geburtsstadt bei dem Regenschori Antonín Hromádka d.Ä. erhalten hatte, studierte er von 1880 bis 1882 am Kons. in Prag Violine bei Anton Ben(n)ewitz (1833–1926) und Komposition bei Josef Förster (1833–1907) und anschließend von 1882 bis 1887 am Kons. in Wien Violine bei J. Hellmesberger d.J., Musiktheorie bei A. Bruckner und Komposition bei Franz Krenn (1816–1897). Seitdem lebte er als Violinist, Komponist und Privatlehrer in Wien, unterhielt aber weiterhin rege Kontakte zu seiner Heimat. Drdla war KonzM. an der Wiener Hofoper (1890–1892), Orchesterleiter und KonzM. im Theater an der Wien (1893–1897) und kurzzeitig Kpm. am Karlstheater (1899). Zahlreiche Konzertreisen führten ihn durch Europa (1899–1905; 1901–1904 auch Engagement als KonzM. bei den Bayreuther Festspielen) und in die USA (1923–1925). Mehrmals konzertierte er in seiner Geburtsstadt (z. B. 1900, 1922, 1941 und 1943). Drdla war u. a. mit J. Brahms, H. Richter, H. Wolf, G. Puccini, J. Kubelík und O. Nedbal bekannt und befreundet. 1927 wurde er von der österreichischen Regierung zum Prof. ernannt und erhielt 1936 die goldene Verdienstmedaille von Österreich.
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