*22. Mai 1780 in Bělá (seit 1900 Česká Bělá; Bezirk Havlíčkův Brod, früher Německý Brod bzw. Deutschbrod), †6. Juli 1858 in Wien, Instrumentalist, Pädagoge und Komponist. Die in zahlreichen Lexika, Enzyklopädien u. a. Publikationen zu lesende Angabe Chotěboř als Doležáleks Geburtsort beruht auf einem möglicherweise von ihm selbst verursachten und seit B. J. Dlabač (1815, Bd. 1, Sp. 224) ständig weiter tradierten Irrtum, und ist zu korrigieren: Geburtstag und -ort, der Taufnahme Jan Nepomuk sowie die Namen der Eltern (der Lehrer Jan Doležálek und dessen Ehefrau Josefa) gehen aus den Geburtsmatrikeln des Pfarramtes Česká Bělá (Nr. 2320, fol. 100; vgl. S. Klíma 1987, S. 269) hervor. Die Verwandtschaftsbeziehungen von J. E. Doležálek zu dem Lehrer Antonín Josef Doležálek (1799–1849) und dem älteren Komponisten František Doležálek (Lebensdaten unbekannt) lassen sich aufgrund fehlender Quellen nicht klären. Nach dem Besuch der Grundschule in Bělá und vermutlich dann im nahegelegenen Chotěboř absolvierte Jan Emanuel das Gymnasium in Iglau (Jihlava) und sang im Kirchenchor. Um 1800 begab er sich nach Wien, begann mit dem Studium der Rechte, widmete sich jedoch bald der Musik. Er studierte Musiktheorie bei Joh. G. Albrechtsberger und nahm daneben Unterricht in Klavier und Violoncello. Zunächst verdiente er sich seinen Lebensunterhalt...