*19. Dez. 1882 in Ptení (Bezirk Prostějov/Prossnitz, Mähren), †13. Okt. 1961 in Brünn (Brno), Musikkritiker und Dirigent. Nach dem Abitur 1901 am Gymnasium in Kremsier (Kroměříž) studierte Černušák von 1901 bis 1905 Geschichte und Geographie an der Karls-Univ. in Prag (im Wintersemester 1904/05 in Krakau; Staatsexamen 1907) und hörte Vorlesungen des Ästhetikers Otakar Hostinský und des Theoretikers K. Stecker. Von 1905 bis 1918 wirkte er als Prof. an der Handelsakad. in Königgrätz (Hradec Králové) und von 1918 bis 1939 in Brünn, wo er außerdem von 1920 bis 1939 und von 1945 bis 1953 am Kons., 1946/47 an der pädagogischen Fakultät, von 1946 bis 1948 an der Janáček-Akad. der mus. Künste und 1954/55 an der Masaryk-Univ. Musikgeschichte lehrte. In Königgrätz war Černušák auch als Chordgt. und Musikkritiker tätig, in Brünn wurde er bald durch seine Kritiken in Lidové noviny (1918–1940) und in Svobodné noviny (1945–1948) bekannt. Černušák war Träger verschiedener städtischer, Landes- und Staatsauszeichnungen; 1958 erhielt er in Brünn die Janáček-Medaille.