* 24. April 1976 in Odder (Dänemark), Komponist, Installationskünstler, Performer. Für Steen-Andersens musikalisches Denken waren weniger die praktischen Erfahrungen mit einem Instrument prägend als vielmehr die ersten Personal Computer mit ihren Sequenzer-Programmen aus den 1980er-/1990er-Jahren. An ihnen konnten sich nicht nur eine spielerische Praxis, sondern auch erste musikalische Versuche mit mehrkanaligen Sample-Sounds entwickeln. Während dieser jugendlichen Erkundungsphase wandte sich Steen-Andersen auch wieder dem Klavier zu. Ihn faszinierten in dieser Zeit darüber hinaus Momente des eigenen musikalischen Ausprobierens in verschiedenen Rockmusikformationen, Computerprogrammen und der Elektronik.
Obwohl die musikalische Jugend Steen-Andersens nicht primär auf die Musik zielte und er sich selbst auch nie mit dem überlieferten Rollenbild des komponierenden Künstlers identifizieren konnte, erhielt er eine kompositorische Ausbildung. Zunächst begann er in Århus (Dänemark) am Det Jyske Musikkonservatorium (The Royal Academy of Music) 1998 bei Karl Aage Rasmussen und Bent Sørensen sein Kompositionstudium, das er anschließend bis 2006 in Kopenhagen bei Hans Abrahamsen weiterführte. Diese frühe Studienzeit brachte noch weitestgehend klanglich homogen gestaltete Arbeiten (DeProfundis oder String Quartet) hervor, die deutlich auf Distanz zu den kombinatorisch erkundenden Ansätzen des jungen Klangsuchers gehen. Für den facettenreichen Charakter seiner...