*um 1567 in Jussey oder Besançon, nach †1617, Lautenist und Komponist. Besard studierte Jura und Theologie an der Univ. von Dôle und promovierte dort 1587 in Zivil- und Kirchenrecht. Von 1587 bis 1592 oder 1592 bis 1596 hielt er sich in Rom auf, wo er vielleicht Medizin studierte und von Laurencini Lautenunterricht erhielt (Vorw. des Thesaurus harmonicus, K. 1603; Isagoge in artem testudinarium, Agb. 1617, f.Bijv; Novus partus sive concertationes musicae, Agb. 1617). Am 13. Mai 1592 immatrikulierte sich Besard an der Univ. von Heidelberg (G. Toepke, Die Matrikel der Univ. Heidelberg, Bd. 2, Hdbg. 1886, S. 160). Seit spätestens März 1597 wirkte Besard in Köln, wo er zu dieser Zeit bereits mehr als 20 Lautenschüler hatte (u. a. Eintrag im ersten Stammbuch seines früheren Studienkollegen und Lautenschülers Ph. Hainhofer [Wolfenbüttel] vgl. auch J. Lüdtke 1997). Im Sommer oder Herbst 1597 bemühte sich Besard ohne Erfolg um eine Stelle als Lautenist am Hofe des Landgrafen Moritz von Hessen in Kassel. Von mindestens Okt. 1600 bis März 1601 wirkte Besard weiter als Lautenlehrer in Köln (autographe und datierte Einträge in PL-Kj [olim D-Bds], ms.40143, ff.23v-50v, der Sammlung eines anonymen...