*20. Okt. 1909 in Paris, †9. Juni 1987 ebd., Pianistin. Monique Haas studierte bei Joseph Morpain und Lazare Lévy am Kons. in Paris. 1927 errang sie den ersten Klavierpreis des Inst. und rundete anschließend ihre Ausbildung bei R. Serkin und R. Casadesus ab. 1928 begann sie eine Konzertkarriere sowohl als Solistin als auch, mit Partnern wie G. Enescu, M. Rostal und P. Fournier, als Kammermusikerin. Der Zweite Weltkrieg brachte Haas, inzwischen mit dem Komponisten M. Mihalovici verheiratet, eine Zwangspause. Schon 1945 konzertierte sie wieder in London und wurde nun schnell international bekannt. Auch in Deutschland trat sie früh wieder auf, die monaurale Aufzeichnung des G-Dur-Klavierkonzertes von M. Ravel gehörte zu den ersten Neuproduktionen der DG nach 1945.Haas’ Repertoire reichte von den französischen Clavecinisten bis zur Neuen Musik. Sie gehörte zu den ersten Interpreten des dritten Klavierkonzerts von B. Bartók und setzte sich engagiert vor allem für die französische Musik von A. Roussel bis O. Messiaen ein; u. a. widmeten ihr F. Schmitt 1938 sein Orchesterstück Enfants und D. Milhaud 1950 seine 2. Klaviersonate. Später rückte, wie auch ihre Diskographie belegt, die Musik Cl. Debussys und M. Ravels ins Zentrum ihrer Arbeit. Sie unterrichtete und gab zahlreiche Meisterkurse, 1968/69 hatte sie eine...