* 10. Sept. 1939 in Dortmund, Sänger. Hans Sotin arbeitete zunächst als Chemiker; nebenbei studierte er bei Friedrich Wilhelm Hetzel und später bei Dietger Jacob Gesang. Der Bassist debütierte 1962 in Essen, 1964 wechselte er an die Hamburgische Staatsoper, wo er zunächst mit kleinen Rollen begann und später zahlreiche Partien im seriösen Baßfach wie Sarastro (Mozart, Die Zauberflöte), Rocco (Beethoven, Fidelio), König Marke (Wagner, Tristan und Isolde) und Gurnemanz (Wagner, Parsifal) übernahm. Hinzu kamen der Ochs im Rosenkavalier und der van Bett in A. Lortzings Zar und Zimmermann. Ausflüge in das Heldenbaritonfach mit dem Wotan in Der Ring des Nibelungen blieben hingegen die Ausnahme. Mit seinem Debüt beim Glyndebourne Festival 1970 begann eine große internationale Karriere, die ihn an alle wichtigen Häuser führte, u. a. nach Chicago, New York, Wien, London, Paris und Mailand. Von 1971 an war Sotin freischaffend tätig. 1972 sang er erstmals bei den Bayreuther Festspielen (Landgraf in Tannhäuser), denen er ununterbrochen bis 1999 die Treue hielt. Sotin hat sich auch als Konzertsänger vor allem im Bereich des Oratoriums einen Namen erworben, während er als Liedsänger...