*14. Aug. 1865 in Roubaix, †6. März 1949 in Paris, Komponist. Mütterlicherseits entstammte Paul Dupin einer deutschen Musikerfamilie. Sein Vater war Bretone und in der Industrie beschäftigt. Nach dessen frühem Tod 1873 blieb Dupin in der Obhut der Mutter, die – selbst Pianistin und Schülerin von Fr.-J. Fétis, Jean-Baptiste Michelot und Marie Félicité Denise Pleyel – nun den Unterhalt der Familie weitestgehend durch Klavierstunden bestritt. Der Versuch, ihren Sohn im Klavierspiel zu unterweisen, scheiterte. 1876 ging Dupin nach Belgien und besuchte zunächst in Melles-lés-Gand, dann ab 1882 in Tournai die Ecole des arts et métiers. Nach Abschluß seiner Studien im Jahr 1885 trat er eine leitende Stelle in einem Tournaier Industriekonzern an, die er 1886 jedoch aufgab, um sich in Paris, wo er bis zu seinem Lebensende blieb, ganz der Musik zu widmen. Dort traf er mit A.-Fr. Marmontel, Th. Dubois, R. Pugno und E. Durand zusammen, doch nur dieser war bereit, ihn in Harmonielehre zu unterrichten. Infolge eines Streits um Wagners Walküre brach er mit Durand und bildete sich fortan autodidaktisch weiter. 1889 heiratete Dupin. Um seine Familie zu ernähren, mußte er den verschiedensten Beschäftigungen nachgehen; so arbeitete er von 1894 bis 1910...