*21. März 1703 in Mellenbach (Thüringen), †7. April 1778 in Lobenstein (Thüringen), Musiktheoretiker, Organist und Komponist. Sorges Vater war schwarzburgisch-rudolstädtischer Hauptmann, die Mutter Anna Barbara Heintze stammte aus einer bekannten thüringischen Glasmacherfamilie. Ersten Unterricht auf verschiedenen Musikinstrumenten erhielt Sorge durch den Kantor Nicolas Walther und dessen Substitut Caspar Tischer (Fischer?). Letzterem folgte er zur weiteren Ausbildung nach Schney (bei Lichtenfels), kehrte 1716 nach Thüringen zurück und nahm Unterricht in Latein, Theologie und Mathematik bei dem Pfarrsubstituten Johann Wolfgang Wintzer aus Meuselbach (Thüringen). Bald war er selbst als Hauslehrer auf Schloß Burgk tätig. Bereits in dieser Zeit entstanden erste Kirchenkompositionen auf eigene Texte. 1721 berief man ihn zum Hof- und Stadtorg. sowie als Lehrer der Quarta im nahegelegenen Lobenstein. 1725 übernahm er dort auch die Funktion des Hospitalvorstehers. Bei einem der vielen Stadtbrände Lobensteins verlor er 1732 alle seine Habe. 1747 berief man ihn als 15. Mitglied in die L. Chr. Mizlersche Societät der musicalischen Wissenschaften. Mehrere Rufe nach Münster, Frankfurt a.M. und Regensburg schlug er aus, obwohl er andererseits über den ›Schulstaub‹ Lobensteins klagte.