*17. Sept. 1877 in Gien (Département Loiret), †27. Jan. 1930 in Paris, Komponist, Organist und Pianist. Nach musikalischen Studien in Angers ging Huré 1895 nach Paris, wo er 1910 neben M. Ravel, Ch. Koechlin, G. Fauré und E. Vuillermoz der ein Jahr zuvor gegründeten Société musicale indépendante angehörte. Huré, ein Bewunderer Debussys, erläuterte seine der Ästhetik der Société nationale de musique entgegengesetzten musikalischen Ansichten in verschiedenen Artikeln und Büchern, insb. in Dogmes musicaux (1909) und Défense et illustration de la musique française (1915). 1910 gründete er eine École normale de musique und einige Monate später die Société Mozart (1911), bald darauf umbenannt in Concerts Mozart-Haydn. Beide Gründungen überlebten den Ersten Weltkrieg nicht. Vor dem Ersten Weltkrieg bereiste er als Pianist Belgien, Holland, Österreich, Rumänien, die Türkei und Spanien. Bekannt wurde er vor allem als Org., komponierte aber nur wenig für das Instrument. Er war zunächst Titularorg. von Saint-Martin-des-Champs, anschließend an Notre-Dame des Blancs-Manteaux. Er vertrat häufig Albert Perilhou und C. Saint-Saëns an Saint-Séverin sowie A. M. Decaux an Sacré-Cœur. Nach dem Tod von E. Gigout im Dez. 1925 trat Huré dessen Nachfolge an...