*1. Febr. 1801 in Skänninge, †23. Aug. 1878 in Löfvingsborg bei Linköping (Östergötland, Schweden), Komponist. Lindblad wuchs bei einem Verwandten, dem Kaufmann Carl Lindblad, in Skänninge, später in Norrköping auf und war bei ihm Kaufmannslehrling. Von 1809 bis 1813 lebte er bei seiner Mutter in Stockholm. In Hamburg, wohin ihn sein Pflegevater 1818 zur Fortsetzung seiner kaufmännischen Lehre geschickt hatte, lernte er deutsche Musik und Dichtung kennen. 1819 kehrte er nach Schweden zurück. 1822 komponierte er eine Begräbniskantate und spielte ein eigenes (heute verschollenes) Flötenkonzert in Norrköping. 1823 schrieb er sich an der Univ. Uppsala ein und studierte dort Musiktheorie bei J. C. F. Hæffner. Von 1824 bis 1825 war er als stellvertretender Universitätskpm. angestellt. Dank freundschaftlicher Verbindungen mit den führenden Kulturpersönlichkeiten in Uppsala konnte er von 1825 bis 1826 eine Studienreise nach Deutschland durchführen. In Dresden lernte er C. M. von Weber kennen, und in Berlin studierte er Komposition bei Zelter und Klavier bei Berger. Hier freundete er sich mit Mendelssohn (vgl. auch die Briefe an ihn bei Dahlgren 1913) an, und gab seine Sammlung schwedischer Volkslieder (Der Nordensaal) heraus. In Berlin hatte er sich die Logier-Methode angeeignet, die er in der von ihm...