*um 1490 wahrscheinlich in Dresden, †nach 1520 in Leipzig (?), Komponist und Musiktheoretiker. Da es sich beim Namen Galliculus um eine latinisierte Form von Hennel (Hähnel) handelt, ist der Komponist wahrscheinlich identisch mit dem 1505 an der Leipziger Univ. immatrikulierten »Johannes Hennel de Dreßden«. Das Geburtsdatum wäre demnach um 1490 anzusetzen. Einzelheiten über das Leben von Galliculus sind kaum bekannt. Aus Bemerkungen des Leipziger Humanisten Christoph Hegendorfer ist zu schließen, daß Galliculus um 1520 in Leipzig wirkte. Im Encomium sobrietatis (Lpz. 1521, fol. Bij v) erwähnt er Galliculus neben Georg Rhau als seinen Freund, im Encomium somni aus demselben Jahr (Lpz.) rühmt er ihn als »homo in componendis cantilenis ingenio foecundissimo« (fol. 5r). In Leipzig erschien 1520 auch Galliculus’ kleines Kompendium Isagoge de compositione cantus.