* 25. oder 26. Dez. 1741 in Breitenau (Schlesien; heute: Široká Niva), † zwischen 8. und 14. Okt. 1781 in Preßburg (Bratislava), Komponist, Kapellmeister, Geiger und Organist. Über Zimmermanns Ausbildung und künstlerische Anfänge ist nichts bekannt. Nach 1763 wirkte er wahrscheinlich als Org. an der Bischofskirche in Königgrätz (Hradec Králové). Anfang der 1770er Jahre ließ er sich in Preßburg nieder, wo 1772 sein Singspiel Narcisse et Pierre uraufgeführt wurde. 1774 bemühte er sich um die Organistenstelle in Brünn (Brno) bzw. Olmütz (Olomouc). Seit 1776 stand er im Dienst des Erzbischofs (seit 1778 Kardinal) und Fürstprimas von Ungarn Joseph Batthyány, der ihn mit der Bildung eines Orch. beauftragte. Diesem stand er bis zu seinem Tode als künstlerischer Dir. und Dgt. vor. Zimmermann engagierte viele ausgezeichnete Virtuosen wie Joh. Sperger (Kb.), Fr. X. Hammer (Vc., Va. da gamba), Theodor Lotz (Klar.) und Joseph Kempfer (Kb., Vc.). Die von ihm vom Geigenpult aus geleitete, 21 bis 24 Mitglieder zählende Kapelle zählte zu den herausragenden Ensembles Mitteleuropas. Zweimal wöchentlich fanden Konzerte überwiegend mit Instrumentalmusik statt, seit 1780 in der neuen Preßburger Residenz des Fürstprimas, im Sommer im Garten des dortigen Sommersitzes...