* 6. Februar 1932 in Châlons-sur-Marne, † 6. Oktober 202 in Paris, Musikwissenschaftler. Gérard nahm zuerst Klavierunterricht und absolvierte dann ein Studium der Philosophie an der Universität von Nancy (1949–1955), das er mit einem Masterdiplom (Diplôme d'Études Supérieures en Lettres et Philosophie) abschloss. Ab 1953 studierte er am Conservatoire von Paris Musikgeschichte und Musikwissenschaft bei Norbert Dufourcq (Erster Preis 1956 und 1960) und beschäftigte sich kurzzeitig mit alter Musik (ein 1963 veröffentlichter Artikel über Forqueray, Mitarbeit an der neuen Zeitschrift »Recherches« sur la musique française classique). Er absolvierte die Ästhetik-Klasse von Alexis Roland-Manuel (1958-1960, Erster Preis), und verfasste in diesem Rahmen eine unveröffentlichte Introduction à l’œuvre d’Érik Satie, bevor er den Briefwechsel zwischen Henri Duparc und Ernest Chausson veröffentlichte. Gérard studierte ebenfalls kurz (1955-1956) an dem Institut de musicologie der Sorbonne bei Jacques Chailley und erhielt 1956 ein Certificat d'Études Supérieures. Parallel dazu setzte er seine Ausbildung als Pianist bei Yves Nat (1890–1956) fort.
Von 1965 bis 1975 arbeitet Gérard am CNRS über Boccherini, dessen Werkverzeichnis er 1969 veröffentlichte, sowie über Saint-Saëns und Berlioz. Er war einer der Herausgeber des gesammelten Briefwechsels...