* 17. September 1908 in Berlin, † 12. September 1982 in Köln, Komponist, Dirigent und Pianist. Grothe wuchs als einziges Kind von Johannes Grothe (1878–1928) und Marie Grothe (1879–1963), geborene Hentschel, in Berlin auf. Der Vater spielte Klavier und war bei einem Berliner Piano-Händler angestellt, die Mutter hatte eine Gesangsausbildung. Ersten Geigenunterricht erhielt Grothe mit fünf Jahren von seinem Großvater August Emanuel Hentschel, ab dem achten Lebensjahr folgte Klavierunterricht durch den Vater. Frühe Kompositionsversuche unternahm Franz Grothe im Alter von zehn Jahren. Das Humanistische Gymnasium in Berlin-Steglitz besuchte Grothe ohne Abschluss, bekam parallel indes bereits privaten Unterricht in Musiktheorie durch Theodor Rudolf Müngersdorf (1870–1932) sowie an der Berliner Musikhochschule in den Fächern Komposition durch Walter Gmeindl (1890–1958), Dirigieren durch Clemens Schmalstich (1880–1960) sowie Klavier durch Leonid Kreuzer (1884–1953).
Nach Auftritten in Berlin als Bar-Pianist wurde Grothe 1926 bereits als 18-Jähriger von Dajos Béla (1897–1978) in dessen Orchester (Orchester Dajos Béla) als Pianist aufgenommen und auch als Arrangeur und Komponist eingesetzt. Zugleich spielte er von Oktober 1927 bis Juni 1928 Klavier für William Andrew ›Billy‹ Bartholemew (1901–1972) in dessen Berliner Ensembles Eden...