1. Gustav (Maria), * 30. Mai 1928 in ’s-Graveland, † 16. Januar 2012 in Amsterdam, Cembalist, Organist, Hochschullehrer und DirigentLeonhardt, (Maria) Gustav(Maria) Gustav Leonhardt.
Gustav Maria Leonhardt wuchs als mittleres von drei Geschwistern in einer musikbegeisterten Unternehmerfamilie in Laren in Nordholland auf; der Vater (George G. J. Leonhardt, 1901–1981) spielte Flöte, die Mutter (Gertrud, geb. Pilz von Wernhof, Heirat mit Leonhardt 1925) Violine. Die Kinder, Hans George (*1926), Gustav und Trudelies (*1931) erhielten Klavierunterricht bei Johannes Röntgen (1898–1969) und empfingen nachhaltige Eindrücke von vielen Künstlern, die im Elternhaus verkehrten. Trudelies wurde später Pianistin und stellte auf Anraten ihres Bruders Gustav ebenfalls das Spiel auf historischen Instrumenten ins Zentrum ihrer Arbeit. Gustav Leonhardt erhielt auch Cello- und Gambenunterricht sowie zusammen mit seiner Schwester Privatlektionen in Musiktheorie bei dem Chordirigenten und Komponisten Anthon van der Horst. Die spezielle Begeisterung für das Cembalo wurde durch ein in der Familie vorhandenes Instrument geweckt. Sie intensivierte sich, als unter der deutschen Besatzung während der letzten Kriegsjahre der Schulbetrieb zum Erliegen kam. Damals verbrachte Leonhardt ganze Tage...