* 20. (8.) Februar 1876 in Charkow, † 3. Januar 1945 in Paris, Komponist. Akimenkos kompositorische und pianistische Begabungen traten früh hervor. M. Balakirev war von den Leistungen des zehnjährigen Knaben so beeindruckt, daß er persönlich seinen Unterricht (1886–1895) an der Petersburger Hofsängerkapelle (Pridvornaja pevčeskaja kapella) leitete. Akimenko absolvierte 1900 das Petersburger Kons. (Komposition bei N. A. Rimskij-Korsakov, A. K. Ljadov und J. Vı̄tols). Am 20. Nov. 1899 wurde Akimenkos Konzertouvertüre von N. Rimskij-Korsakov in Petersburg dirigiert, am 28. Okt. 1900 seine Fantasie für Orch. von A. Glazunov. Seine Kompositionen wurden auch außerhalb Rußlands bekannt. Er gehörte zu der Gruppe junger russischer Komp. des Beljaev-Kreises, der sich in den 1880er und 1890er Jahren um den reichen Mäzen und Verleger M. P. →Beljaev gebildet hatte. Von 1901 bis 1903 war Akimenko Dir. des Kons. in Tiflis (Georgien). Von 1903 bis 1906 unterrichtete er am Kons. in Nizza, kehrte auf kurze Zeit nach Charkow zurück und wurde darauf von A. Glazunov an das Petrograder Kons. berufen (1915–1918 Dozent, 1919–1923 Prof.). Dort lehrte er verschiedene mth. Fächer mit Unterbrechungen bis zu seiner Auswanderung nach Paris 1923, wo er sich bis zu seinem Tode ausschließlich dem Komponieren widmete. Akimenkos...