*1570 in Padua, †7. Sept. 1643 ebd., Komponist. Die Akten des Domkapitels von Padua überliefern nicht nur Freddis genaues Todesdatum, sie nennen auch sein Alter zu diesem Zeitpunkt: »è morto A. Fredi all’età di 73 anni« (A. Garbelotto 1952, S. 4). An der Kathedralschule seiner Heimatstadt ausgebildet, besaß Freddi bereits die Priesterweihe, als er Jan. 1592 in die Musikkapelle an der Basilika des hl. Antonius von Padua aufgenommen wurde. Daher ist es unwahrscheinlich, daß C. Porta oder G. M. Asola sein Lehrer war, wie Nachschlagewerke abwechselnd behaupten. Als Sänger, aber auch als Komponist hatte sich Freddi längst bewährt, als er 1606 zum Kpm. an der veneranda arca di S. Antonio bestellt werden sollte. Die Anstellung unterblieb nach einem Veto des Franziskanerordens, der die Kirche betreute und dem Freddi nicht angehörte. Ein entsprechendes Amt bot sich ihm erst 1615 in Treviso. Von dort aus publizierte er die Mehrzahl seiner geistlichen Musik, trug 1621 aber einen unrühmlichen Streit mit dem Organisten C. Filago vor das Domkapitel. Ein dokumentierter Höhepunkt dieser Jahre war 1624 die »sagra delle novizze« in der Abtei S. Teonisto. Bei dieser Gelegenheit wurde die Domkapelle unter Freddi um den Organisten G. F. Anerio und sechs...