* 27. Februar 1943 in Bukarest, † 20. August 2025 in Tours, Komponist. Miereanu, der seit 1968 in Paris lebte (seit 1977 frz. Staatsbürger), absolvierte ein Musikstudium am Kons. von Bukarest (1. Preise u. a. in Harmonielehre, Analyse, Mg., Musikästh., Orchestrierung, Kompos.). In den Jahren 1967 bis 1969 besuchte er die Darmstädter Ferienkurse, wo er bei Stockhausen, Ligeti und Karkoschka studierte. 1978 wurde er in Musiksemiotik an der École des hautes études en sciences sociales promoviert und 1979 habilitierte er sich in Literatur und Geisteswissenschaften an der Univ. Paris 1. Seit 1981 war er o. Prof. für Ästhetik und Kunstwissenschaften an der Sorbonne (Univ. Paris 1). 1982 und 1984 hielt er Vorlesungen im Kurs für Neue Musik in Darmstadt. 1981 bis 1992 war er künstlerischer Leiter der Éditions Salabert, 1989 bis 1991 Vizepräs. der Abteilung Kunst des Conseil national des universités, anschließend Dir. des Institut d’estétique des arts contemporains (UMR 8592) des CNRS und der Univ. Paris 1-Panthéon-Sorbonne. Miereanu erhielt den Gaudeamus-Preis der Europäischen Kulturstiftung (1967) und Preise der Société des auteurs et compositeurs et éditeurs de musique (1974 Prix ENESCO, 1992 Prix de la Partition pédagogique...