*2. Sept. 1661 in Hohenkirchen (Thüringen), †18. Mai 1733 in Lüneburg, Organist und Komponist. Sein Vater Johann Balthasar (* 1636 in Goldbach, † 1675 in Hohenkirchen) war Org. und Lehrer in Ernstroda und (ab 1660) in Hohenkirchen. Nach dem Tod des Vaters besuchte Böhm seit 1675 die Schule in Goldbach und seit Juni 1678 das Gymnasium in Gotha. Am 28. Aug. 1684 wurde er an der Univ. Jena immatrikuliert, für die folgenden Jahre fehlen Belege. Seit 1693 ist er in Hamburg nachweisbar, wo bis 1697 drei Kinder in St. Jakobi getauft wurden. Beziehungen zur Oper sind zu vermuten, auch begegnet der Name »Behm« im Schuldenverzeichnis des Pächters J. Kremberg (1694/95). Nach einem Schreiben Böhms, das am 11. Aug. 1698 einging, schlugen die Juraten der Johanniskirche in Lüneburg am 29. Aug. neben zwei anderen Bewerbern »Georg Böhme, Musicus in Hamb. sich auffhaltende« (zit. nach H. Walter 1967, S. 242), für das Organistenamt vor, das nach dem Tod von Ch. Flor vakant war. Am 30. Aug. wurde Böhm »per Majora et unanimia« (ebd., S. 243) gewählt, die Bestallung erfolgte am 26. Sept. 1698. Zur Verbesserung seines Einkommens suchte er 1704 zusätzlich das Amt des Org. an...