* 22. März 1949 in Annonay (Ardèche), † 11. Januar 2024 in Paris, Komponist. Bruno Ducol wurde in eine musikalische Familie hineingeboren. Sein Vater André (1923–2008) gründete 1946 eine kleine Musikgruppe, L’Harmonic, die ein Jahr später in die Dorfkapelle überging. Anfang der 1960er-Jahre gründete Ducol als Jugendlicher zusammen mit seinem Bruder Jean-Paul (*1947) und einigen Freunden die Musikgruppe Les Starks. Aufbauend auf diesen frühen musikalischen Erfahrungen absolvierte Ducol parallel zu seinem Studium der Philosophie (1967–1970) und der Musikwissenschaft (Lehrdiplom 1973) eine Ausbildung in Klavier, Orgel und Komposition an den Konservatorien von Montpellier und Lyon. Von 1973 bis 1980 setzte er seine Studien am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse (CNSMDP) fort, bei Yvonne Desportes (Harmonielehre), Claude Ballif (Analyse), Olivier Messiaen und André Boucourechliev (Komposition) sowie Pierre Schaeffer (experimentelle Musik). Ab 1978 unterrichtete er Analyse und Orchestrierung an den Konservatorien von Reims und Straßburg, bevor er von 1995 bis 2014 Professor für Musikanalyse am CNSMDP war. Seine Laufbahn als Komponist führte ihn zu Künstleraufenthalten in der Villa Médici (Rom, 1981–1983), der Casa de Velázquez (Madrid, 1985–1987) und der Chartreuse (Villeneuve-lez-Avignon, 1990–1992) sowie auf Studienreisen...