* um 1695/1700, † 14. Jan. 1761 in Paris, Sänger (Haute-contre). Nach seinem Studium am Jesuitenkolleg Louis-Le-Grand debütierte Denis-François Tribou am 13. Nov. 1721 als Soleil in Lullys Phaëton mit solchem Erfolg, daß ihm wenige Wochen später die Titelrolle anvertraut wurde. Tribou verkörperte u. a. Renaud (H. Demarest, Renaud, UA 1722), Ammon (M. de Montéclair, Jephté), Hippolyte (J.-Ph. Rameau, Hippolyte et Aricie, UA 1733), Pylades (Demarest/A. Campra, Iphigénie en Tauride, 1734), Castor (Rameau, Castor et Pollux, UA 1737) und, wie bei seinem Anfangserfolg als Phaëton, weitere Titelfiguren in Wiederaufnahmen von Opern Lullys. 1734 wurde er théorbe de la musique de la chambre du roi. In den Concerts spirituels ist er nur zweimal, am 3. und 8. Nov. 1728, aufgetreten. 1739 zog er sich von der Bühne zurück; sein Nachfolger wurde P. de Jélyotte, der seit 1733 neben ihm an der Oper sang.Tribou wurde wegen seiner vollendeten Darstellungen der Heldenfiguren der Tragédie lyrique geschätzt. Als er 1737, schon gegen Ende seiner Karriere, im Divertissement Pourceaugnac mit Musik von Lully auftrat, attestierte ihm der Mercure de France auch für das komische Fach herausragende...