* 14. Oktober 1928 in New York, † 27. Dezember 2025 in New York, Pianist. Gary Graffman studierte 1936 bis 1946 am Curtis Institute of Music, Philadelphia, vorwiegend bei Isabelle Vengerova. Die Auszeichnung mit dem Leventritt Award 1949 brachte die ersten Konzertengagements. Nach einem durch ein Fulbright-Stipendium ermöglichten Europa-Aufenthalt begann er 1951 zuerst in den USA, dann weltweit zu konzertieren, nahm noch Privatunterricht bei V. Horowitz und besuchte die Kurse von R. Serkin an der Marlboro School, Vermont. Ab 1955 begann er Schallplatten aufzunehmen, auch mit Kammermusik. Wegen einer Verletzung der rechten Hand mußte Graffman 1979 seine Konzertkarriere beenden, studierte die Literatur für linke Hand und begann ein Jahr später eine zweite Karriere mit Ravels Klavierkonzert D-Dur. Seit 1980 unterrichtete er am Curtis Institute, wurde dort 1986 Dir. und 1995 Präsident. Der durch die russisch geprägte Schule Vengerovas geformte Graffman zeichnet sich durch kraftvolles Spiel, große Virtuosität, Eleganz und klare Gestaltung aus, Texttreue und Fehlerfreiheit sind selbstverständlich. Er verfügte über ein schmales Repertoire, das nur wenig größer war, als das auf Schallplatten aufgenommene. Nach 1979 erweiterte er es um Werke für die linke Hand (u. a. Britten, Prokof’ev, Korngold, Reinecke,...