* 5. Januar 1929 in Zürich, † 31. Dezember 2025 in Binningen, Schweiz, Flötist und Dirigent. Seine frühe Flötenausbildung erhielt Graf bei André Jaunet in Zürich sowie bei Roger Cortet und M. Moyse am Kons. in Paris, wo er 1949 den Premier Prix gewann und bei Eugène Bigot auch ein Diplom im Dirigieren ablegte. Danach war Graf Soloflötist im Winterthurer Symphonieorchester sowie im Schweizerischen Festspielorchester (1951–1958). 1953 war er 1. Preisträger des Internationalen Wettbewerbs der ARD in München. Von 1961 bis 1966 wirkte er als Operndgt. am Stadttheater in Luzern. 1973 erfolgte seine Ernennung zum Prof. für Flöte an der Musikakad. Basel.
Graf zählte mit zu den vielseitigsten Flötisten seiner Generation. Schon allein hinsichtlich seiner Diskographie sticht Graf durch die Bandbreite des eingespielten Repertoires hervor, das von der Sololiteratur, Kammermusik und Konzerten des 18. Jh. (J. S. Bach, Händel, Telemann, Cimarosa, Gluck, Mozart) bis hin zu den Serenaden (Carulli, Reger) und Opernparaphrasen des 19. Jh. (F. Kuhlau, F. Ries) reicht. Auch als Didaktiker wurde Graf weltweit bekannt. Neben mehreren kritischen Ausgaben, unter anderem auch von weniger bekanntem Flötenrepertoire sowie Bearbeitungen von Musik unterschiedlicher Besetzung für...