* 9. August 1930 in Cieszyn (Teschen), † 22. Dezember 2020 in Bratislava, Komponist, Theoretiker und Philosoph. Berger begann 1949 das Studium an der Musikhochschule in Katowice (Kattowitz) bei Jan Gawlas (Musiktheorie) sowie Marta Furmanik (Klavier). 1952 zog er aufgrund von stalinistischen Repressalien mit seiner Familie nach Bratislava (Preßburg), wo er 1959 das Klavierstudium als Schüler von Frico Kafenda und Štefan Németh-Šamorínsky sowie 1965 das Kompositionsstudium bei Dezider Kardoš an der Musikhochschule absolvierte. Ab 1956 wirkte er als Klavierlehrer im Preßburger Kons.; von 1969 bis 1971 unterrichtete er Musiktheorie an der Musikhochschule. 1967/68 wirkte als Sekretär im Slowakischen Komponistenverband. Als Anhänger des ›Prager Frühlings‹ wurde er 1972 aus dem Komponistenverband und dem Kulturleben ausgeschlossen und dadurch arbeitslos. Von 1980 bis 1991 war er im Inst. für Kunstwissenschaft tätig, von 1989 bis 1991 als Berater des Kulturministers. 1990 war er an der Reaktivierung der Tschechoslowakischen Sektion der IGNM beteiligt (mit Marek Kopelent und Alois Piňos). Berger war in den 1990er Jahren mehrfach Mitglied der Jury des Lutosławski-Komponistenwettbewerbs in Warschau. Seit 1993 war er Mitglied der Tschechischen Assoziation des Club of Rome, seit 1997 des Polnischen...