*25. Juli 1903 in Neuilly-sur Seine, †6. Aug. 1995 in Le Chesnay bei Paris, Komponist und Organist. Fleury wollte zunächst Seemann werden, aber sein Vater, ein guter Musiker, schickte ihn bereits 1915 auf das Pariser Conservatoire. Hier erhielt Fleury, nachdem er 1921 in die Orgelklasse von E. Gigout eingetreten war und auch bei H. Létocart, A. Marchal, L. Vierne und M. Dupré studierte, zahlreiche Auszeichnungen für Solfège, Orgelspiel und Improvisation und Komposition. Seit 1921 vertrat er in Paris auch verschiedene bedeutende Organisten (Gigout in Saint-Augustin, Ch. Tournemire in Sainte-Clotilde), bevor er 1926 bis 1930 an der Chororgel von Sacré-Cœur wirkte und anschließend Titularorganist von Saint-Augustin wurde. Von Januar 1944 bis April 1945 unterrichtete er auch an der École normale de musique. Aus gesundheitlichen Gründen verließ Fleury 1948 Paris und trat in Dijon die Organistenstelle an der Kathedrale Saint-Bénigne an. Am dortigen Conservatoire leitete er seit 1950 die neueingerichtete Orgelklasse. 1971 kehrte er nach Paris zurück, wo er an Saint-Eustache, von 1978 bis 1986 an der Kirche Saint-Louis in Versailles tätig war und auch an der Schola cantorum lehrte.