* 4. Februar 1925 in Leipzig, † 7. April 2003 in New York Jazz-Pianistin, Komponistin, Poetin und Malerin. Jutta Hipp wuchs in Leipzig und im angrenzenden südlichen Ort Markkleeberg auf. Ihr Vater Karl Julius Hipp (†1956) arbeitete als Revisionsingenieur und war Experte für Arbeitsschutz, die Mutter Hulda Elisabeth Hipp, geborene Gräßmann (*1894) war Hausfrau. Die Eltern machten Hausmusik. Ihr sechs Jahre jüngerer Bruder Hajo (1931–2012) spielte kein Instrument. Mit neun Jahren erhielt sie vier Jahre lang privaten Klavierunterricht von der Kirchenorganistin Lieselotte Selle (1914–2019). Nach dem ›Notabitur‹ an der Rudolf-Hildebrandt-Schule schrieb sie sich im Frühjahr 1942 an der Abendschule der Leipziger Kunstgewerbeschule ein. Durch den Mitstudenten Ingfried Henze (1925–2013) bekam sie Kontakt zum Jazz und zum Leipziger »Hot Club«. Neben ihrem weiteren Studium 1943 bis Anfang 1945 an der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig beschäftigte sie sich intensiv autodidaktisch mit Jazz, wodurch das Klavier für sie einen neuen Stellenwert gewann. Die geheimen Treffen der Mitglieder des »Hot Clubs« während des Zweiten Weltkrieges fanden überwiegend in Privatwohnungen statt. Im Mittelpunkt dieser Treffen stand nicht...