*um 1735 wahrscheinlich in Schlesien, †28. Aug. 1767 in Paris, Cembalist und Komponist. Über Schoberts Jugend gibt es kaum zuverlässige Informationen. Dem allgemein akzeptierten Zeugnis von Fr. M. Baron von Grimm (Correspondance littéraire, 15. Sept. 1767, Ausg. M. Tourneux, Bd. 7, 1879, S. 423) gemäß stammt Schobert aus Schlesien. GerberATL (1790–1792, Sp. 442) bezeichnet dagegen Straßburg als seinen Geburtsort; möglicherweise hielt er sich dort aber nur für einige Zeit während der 1750er Jahre auf, so wird er in der Musikalischen Realzeitung von 1789 (S. 151) als Klavierlehrer des dort lebenden Reichsfreiherrn Franz Friedrich Siegmund August Böcklin von Böcklinsau genannt. Chr. Fr. D. Schubart behauptete in seinem Leben und Gesinnungen (Tl. 1, Stg. 1791, S. 30) ohne nähere Angaben, Schobert sei sein Verwandter, dessen Namen »die Franzosen zerhackt hatten«. In Mozarts Brief an seinen Vater vom 17. Okt. 1777 (Briefe und Aufzeichnungen, hrsg. von W. A. Bauer/O. E. Deutsch, Bd. 2, 1962, S. 70) wird ein Musiker in Augsburg namens »Chobert« erwähnt, bei dem es sich jedoch möglicherweise um Chr. Fr. D. Schubart handelt. In Paris wurde Schobert um oder kurz nach 1760 ansässig. Er versah dort die Funktion eines Cembalisten im Privatorch. des...