1. Johann Friedrich, * 1724 in Eilenburg, † 1811 in Kassel, Oboist und PädagogeSchröter, Johann FriedrichJohann Friedrich Schröter. Als »Kgl. Poln. und Kurfürstl. Sächs., bei dem Kgl. Graf Brühlschen Regiment bestallter Hautboist« (zit. nach W. Brennecke 1965, Sp. 86) heiratete Schröter 1748 in Guben Marie Regina Hefter († 1766). Nach Auflösung des Graf Brühlschen Regiments zog er mit seiner Familie 1754 nach Warschau und 1763 nach Leipzig. Er gab seinen musikalisch begabten Kindern den ersten Musikunterricht, ließ sie in Leipzig auftreten und unternahm mit ihnen Konzertreisen durch Deutschland und ins Ausland. Von 1771 bis 1773 oder 1774 reiste er mit seinen Kindern Corona, Johann Samuel und Johann Heinrich nach Holland und England, wo die Familie in den Bach-Abel-Konzerten auftrat. Die Familie (außer Johann Samuel) kehrte nach Leipzig zurück. Von 1779 bis 1786 wirkte Schröter als Hofmusiker und Musiklehrer in Hanau, danach lebte er von einer bescheidenen Pension und als Privatlehrer in Kassel. Von seinen Kompositionen erschienen sechs Duette (für V. und Vc., London um 1772).