*um 1604 in Bourges, †um 1670 in London, Lautenist, maître de luth und Komponist. François Dufaut wuchs in einer Familie des mittleren Bürgertums auf, die Kontakt zu Künstlern pflegte. 1629 wohnte er am Quai des Augustins in Paris und heiratete Marie Mongin. Durch den Lautenbauer Edmond Hotman, seinen Nachbarn, Freund und Trauzeugen, kam er in Berührung mit den dem Hof nahestehenden Lautenisten. Dufaut erlangte bald große Bekanntheit, und seine Werke erschienen bei Pierre Ballard (I) in den beiden Sammlungen der Tablature de luth de differents autheurs, 1631 neben jenen R. Ballards (II) und René Mesangeaus und 1638 zusammen mit Stücken Mesangeaus und P. Dubuts le père. 1642 heiratete Dufaut in zweiter Ehe Marie Hotman, eine Schwester des Lautenbauers. 1650 verließ Dufaut Frankreich. Vier Jahre später (1654) erscheint er in Innsbruck in der Umgebung des Hofes. Anschließend begab sich Dufaut nach England, wo er in der gehobenen Londoner Gesellschaft Lautenunterricht gab. Eine seiner Schülerinnen, Lady Eleanor Warwick, stellte ihn 1663/64 in London dem niederländischen Diplomaten und Lautenliebhaber Constantin Huygens vor, der Dufaut sehr schätzte. Dufaut starb wahrscheinlich in London um 1670, da Huygens sich 1671 im Imperfekt...