*3. April 1751 in Eymet (Dép. Dordogne), †30. Dez. 1796 in Paris, Komponist. Der Sohn eines Konsuls erhielt seine musikalische Ausbildung bei einem Onkel, der Kpm. an der Kathedrale von Périgueux war. Anschließend wirkte er als Dgt. kleinerer Orch. in der französischen Provinz, ehe er Anfang der 1770er Jahre nach Berlin kam, wo er u. a. bei C. H. Graun und Joh. Ph. Kirnberger Unterricht nahm und später 2. Kpm. des Preußischen Kronprinzen wurde. In dieser Funktion komponierte er u. a. eine 1772 aufgeführte (heute verschollene) Gewittermusik als Einlage zu Fr.-J. Gossecs Toinon et Toinette. Anschließend ging er nach Warschau, wo er vier Jahre lang die Sängerin Antoinette Cécile Clavel (später bekannt unter dem Namen Madame de Saint-Huberty) unterrichtete und für sie seine erste Oper Le Bouquet de Colette (1775) schrieb. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich gab er sich in Paris als Schüler Glucks aus, wurde jedoch von diesem zurückgewiesen. Mit seiner Tragédie lyrique Electre (1782) erzielte er noch keinen nachhaltigen Erfolg, ein solcher war erst seiner zweiten Tragédie lyrique Phèdre beschieden, deren Hauptrolle die ebenfalls nach Paris zurückgekehrte und gefeierte Saint-Huberty verkörperte. Inzwischen orientierte sich Lemoyne stärker am Stil der...