*10. Sept. 1810 in Paris, †10. Febr. 1896 in Brügge, Komponist. Jules-Auguste-Guillaume Busschops Vater, François-Jacques Bussschop (1763–1840) aus Brügge, wurde 1798 als Abgeordneter vom Département de la Lys nach Paris entsandt, wo er im Revisionsgericht zunächst als Richter und später bis 1828 als Obergerichtsrat tätig war, um dann mit seiner Familie nach Brügge zurückzukehren. Sein Sohn erhielt seine musikalische Ausbildung in Paris, wo ihm u. a. K. Kreutzer, Fr. A. Habeneck und Joh. B. Cramer wohlwollende Aufmerksamkeit schenkten und ihm mit Rat zur Seite standen. Die Lektüre der Werke großer Meister vervollständigte Busschops Bildung. 1834 errang er unter 35 Mitbewerben mit der patriotischen Kantate Le Drapeau belge den von der belgischen Regierung ausgeschriebenen Preis. Zwei Jahre später entstand in Paris seine Symphonie f-Moll, die Fétis 1846 in Brüssel aufführte. Für die Enthüllung des Standbildes von Simon Stevin (1548–1620) in Brügge komponierte Busschop 1846 eine Kantate auf ein Gedicht von Armand Inghels, die 1871 mit anderem Text und unter dem Titel Het Vlaamsch-Duitsch Zangverbond für die Einweihung des Denkmals von Hans Memling (ca. 1433–1494) noch einmal in Brügge erklang. Busschop war Mitglied wichtiger Preisrichterkollegien und erhielt mehrere Auszeichnungen (seit 1883 Mitglied der Kgl....