*31. März 1776 in Würzburg, †9. Sept. 1856 ebd., Komponist. Joseph Küffner entstammte einer fränkischen Musikerfamilie. Sein Großvater mütterlicherseits war Franz Georg Waßmuth, der Hofmusikdir. des Würzburger Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim; sein Großvater väterlicherseits Johann Küffner, ein Stadtpfeifer aus der Nähe von Regensburg. Sein Vater Wilhelm Küffner (7. März 1727 – 24. Juni 1797) wirkte ab 1768 als Hofkomponist der Würzburger Residenz.Joseph Küffner, den der G. Tartini-Schüler Joseph Lorenz Schmitt zum Geiger ausgebildet hatte, wurde 1800 (möglicherweise auch erst 1801) vom Würzburger Fürstbischof Carl Georg von Fechenbach zum Violinisten der Hofkapelle berufen. Nach dem Frieden von Lunéville (1801) erlebte Würzburg bis 1806 unter König Max I. von Bayern eine Interimsregierung. Seiner Position als fürstbischöflicher Hofmusiker enthoben, fand Küffner in der Ausbildung bayerischer Militärmusiker ein neues Betätigungsfeld, das ihm den Rang eines bayerischen Militärmusik-Dir. einbrachte und ihn zu ersten, beifällig aufgenommenen Kompositionen anregte. Der Friede von Preßburg (1805) sorgte abermals für einen Regierungswechsel: Ferdinand von Toskana, der neue Regent des Fürstentums Würzburg (1806–1814), bestätigte Küffner nicht nur in seinem Amt als Militärmusik-Dir., sondern setzte ihn auch wieder als Hofmusiker ein. Küffners langsam, aber stetig wachsende Reputation führte 1810/11 zu Geschäftsbeziehungen mit den Verlagshäusern von J. A. André...